![]() |
AktuellesHier wollen wir euch über Neuigkeiten informieren, die uns per e-Mail zugegangen sind oder die wir im Web aufgestöbert haben. |
|
|||||||||||
|
|
|||||||||||||
Kanadischer „Whistleblower“ spricht in Berlin Informationsveranstaltung und Film zu Vorgängen an kanadischen Residential Schools
Sonnabend, 24. April 2010 Rev. Kevin Annett, ehemaliger Gemeindepfarrer und mit einem Preis ausgezeichneter Filmemacher aus Kanada, wird im April in Europa unterwegs sein und in öffentlichen Vorträgen an die indianischen Kinder erinnern, die in den kirchengeführten Internatsschulen ( Residential Schools) in Kananda starben, und so seinen Protest dagegen ausdrücken. Kevin lebt in Vancouver und arbeitet dort mit indigenen und armen Leuten. Er war 1997 von der Vereinigten Kirche Kanadas seines Amtes enthoben worden, nachdem er Beweise für die Morde an Kindern in den kirchengeführten Residential Schools vorlegte. Im Juni 1998 organisierte er die erste unabhängige Untersuchung zum Völkermord in diesen kanadischen Internatsschulen und verfasste den Bericht dazu. Er leitete eine Kampagne, um Regierung und Kirchen für den Tod von mehr als 50.000 Kindern in diesen Schulen zur Rechenschaft zu ziehen. Kevins Netzwerk „Die Freunde und Verwandten der Verschwundenen“ (FRD) half, in den Jahren 2008/2009 die Entschuldigungen von Regierung und Vatikan für die Verbrechen in den Residential Schools zu erzwingen. Ziel seiner Tour in Europa ist es, Unterstützung auch des Europäischen Parlaments für ein Internationales Tribunal gegen Kanada und die Römisch-Katholische Kirche, die Anglikanische und Vereinigte Kirche Kanadas zu erhalten. Kevins Vortrag steht unter dem Titel: „Reinigung der Kirche: Kann die Kirche zur Rechenschaft für ihre Verbrechen gezogen werden?“ Veranstalter sind: die Regionalgruppe Berlin der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV), Berlin; der Arbeitskreis Indianer Heute e.V., Reichenbach/Vogtland und der Verein zur Unterstützung nordamerikanischer Indianer e.V. (ASNAI), Berlin. Weitere Informationen finden Sie hier: Vertreter der kanadischen First Nations wurden wegen der Verteidigung ihrer Rechte verhaftet Es ist kaum zu glauben, doch auch noch 2008 werden Menschen in Kanada für ihre politische Überzeugung verhaftet. Mitte März diesen Jahres wurden sechs Vertreter der Kitchenuhmaykoosib Inninuwug (KI) First Nation – Chief Donny Morris, vier Ratsmitglieder und ein Stammesangestellter – für sechs Monate wegen Missachtung des Gerichts ins Gefängnis geschickt. So etwas gab es in Kanada seit dem Aufstand im Nordwestterritorium 1885 nicht mehr. Die KI First Nation folgerte aus einer Untersuchung ihres vertraglichen Landanspruches, dass ihr mehr Land zustand. Dieser Anspruch lag dem Büro für indianische Angelegenheiten schon vor, als Platinex – eine südliche Bergbaufirma – begann, auf einem Gebiet, das der Stamm zu seinem traditionellen Stammesland zählte, nach Platin zu suchen. Der Anspruch auf dieses Gebiet ging in der Bürokratie des Büros für indianische Angelegenheiten unter und Platinex setzte die Erschließung auf dem traditionellen Land fort. Der wirklich Schuldige an dieser Entwicklung ist die Regierung von Ontario, die eine Erschließungserlaubnis vergeben hat, ohne vorher mit dem Stamm gesprochen zu haben. Bei der Haida Nation, B.C. hat das Oberste Gericht 2004 angeordnet, dass die Regierung die Pflicht hat, die Interessen der Ureinwohner zu berücksichtigen und wo nötig die Ansprüche, die bestehen, aber noch nicht bestätigt sind, anzupassen. Diese Bestimmung bedeutet, dass Provinzregierungen keine Baumfäll- oder Erschließungserlaubnis auf Land erteilen können, welches Gegenstand eines Gebietsanspruches ist. Und genau diese Festlegung ist Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen KI und Platinex. Als Protest gegen ihre Nichtbeachtung errichteten die Führer der First Nation eine Straßensperre. Platinex erwirkte einen Gerichtsbeschluss, um die Protestierenden an der Blockade zu hindern. Eine Geldbuße wurde keinem der sechs verhafteten Bandmitglieder auferlegt, da die Möglichkeit, diese zu bezahlen, nicht bestand. Veröffentlicht (u. a.) in: Henry Red Cloud arbeitet seit dem Jahr 2002 mit der NGO Trees, Water & People (TWP) an deren Solarheizanlagenprojekt auf der Pine Ridge Reservation. Im Jahr 2005 gründete Henry Red Cloud seinen Betrieb Lakota Solar Enterprises, in dem er mit angestellten Lakota Männern die Kollektoren für die Anlagen zusammen baut. Bisher konnten ca.190 Solarheizanlagen bei Lakota Familien installiert werden. Die Familien bei denen die Anlagen kostenlos installiert werden, können durch die Heizanlagen jeden Winter 20 – 35% an Heizkosten sparen. Da die meisten Familien mit den herkömmlichen Heizmethoden bis zu 70 % ihrer Einkünfte für Heizkosten aufbringen müssen, erleichtern die Solarheizanlagen deutlich die finanziellen Nöte der Lakota.
Bei dem Betrieb der Anlagen entsteht in einem Zwischenraum im Inneren der Sonnenkollektoren enorme Hitze, die dazu genutzt wird, die aus dem Wohnraum in das Solarpanel eingeleitete Luft auf ca. 40° C zu erwärmen. Die erwärmte Luft wird mittels eines Gebläses wieder in den Wohnraum zurückbefördert. Die Heizanlagen können je nach Lage der Häuser an denen sie installiert wurden, täglich bei Sonnenschein 6 bis 8 Stunden betrieben werden. Indem Familien, die im Besitz von Solar Heizanlagen sind, in wesentlich geringerem Umfang auf das Heizen unter Verwendung von Holz und Propangas angewiesen sind, leisten diese Anlagen auch einen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Die Kosten einer Solarheizanlage betragen 1.200 US$. In dieser Summe enthalten sind die Ausgaben für die Materialien sowie Zusammenbau und Installation der Anlagen.
Um diese Solarheizanlagen weiterhin kostenlos bei den Lakota Familien installieren zu können, sind TWP und Henry Red Cloud auf die Finanzierung der Materialien und der Löhne für die Arbeiter durch Spendengelder angewiesen. Aus diesem Grunde bitten wir sie von Herzen, das Projekt nach Ihren persönlichen Möglichkeiten zu unterstützen. Auch viele kleine Spenden sind in der Lage etwas zu bewegen. Spendenkonto:
Bei Überweisung von Spenden, die 50.- € überschreiten, erstellt der Förderverein eine Spendenbescheinigung, die per Post zugeschickt wird, wenn die Adresse auf dem Überweisungsträger angegeben wurde. Nähere Informationen zum Projekt vermittelt: (Dieser Spendenaufruf wurde von Cornelia Bauer verfasst, dem wir uns mit dieser Veröffentlichung anschließen. Die NGO Trees, Water & People stellte die Fotos zur Verfügung.) |